V.B.B.F.L.Ö

Verein für französische Vorstehhunde Österreich - St. Hubertushunde

Epagneul Francais, EFR
FCI-Nr- 175, Gruppe VII, seit 1996 in Österreich

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Zu meiner Zucht gehört der langhaarige "Epagneul Francais". Er ist der "legendäre Hund" des Mittelalter, 600-1400 n.Chr. und gilt als Urahne der kontinentalen Vorstehhunde, der seine Wiege in Nordfrankreich (Picardie) mit den vielfältigen Landschaftsformen hat.

Aber schon in der Antike, 1200 v. bis 600 n. Chr., so berichtet der griechische Dichter Oppians v. Apomea, dass schon die Kelten Vorfahren unsere ähnlich aussehender Rassen besasen.
Xenopfon der griechische Dichter 400 v. Chr., Schüler von Sokrates berichtet, dass diese Hunde für die Netzjagd und Vogeljagd verwendet wurden. Über die ausgeprägte Falknerepoche, bis ins 3 Jh.n.Chr. und später, so berichtete auch Dagobert I, 630 n.Chr. Und zur Zeit Karl des Großen 768-814 n.Chr. bzw. erkannte man die sicheren Urformen des heutigen Epagneul Francais, Epagneul Picard und Epagneul Bleu Picard. Für die Rebhuhn und Fasanjagd, wurde der legende Vogelhund im Mittelalter 600-1400 n.Chr. verwendet. Ein direkter Nachkomme des so genannten "Chien cauchant" und "Chien d. Oysel)! Kupferstiche von Jean Bapist bezeugen es.
1331-1391 n.Chr. verwies der seinerzeitige Hundeforscher Gaston Phorbus (F) auf die jagdliche Verwendung. In den damaligen franz. Königshäusern Ludwig XII, wurden unsere Rassen Francais, Picard und Bleu Picard für die Jagd verwendet und urkundlich in höchsten Tönen gelobt. Urkundliche Aufzeichnungen, in den naturwissenschaftlichen Büchern v. Aldovandi, Scaliger und Couture berichteten dies. Diese Rassen verbreiteten sich rasch in ganz Europa. Darstellungen bezeugen, bei zahlreichen Jagdszenen der flämischen und holländischen Schule. Versailles 17 Jhd. zeigt auch etwas davon, ebenso Kupferstiche von Desportes und Ondry. Nach der franz. Revolution 1790 verschwanden eine Vielzahl franz. Rassen und engl. Rassen haben in Frankreich Interesse gefunden.
Erst gegen 1850 bemühte man sich wieder und das Interesse nach der uralten Rasse in Rückbesinnung auf die edlen eigenen Werte hat wieder eingesetzt. So begann unter anderen der franz. Priester und Züchter Abbe Fournier mit seinem legendären "St.-Hilaire-Zwinger", mit der Zucht. Durch eine langwierige Selektion, konnte der Francais in seinem ursprünglichem Standart, wie wir in heute kennen, wieder hergestellt und erhalten werden.
Rudolf Fries, Paul Megnin und andere franz. und engl. Hundeforscher bezeugen ihn als Urahne bzw. Stammvater aller langhaarigen Vorstehhunde Europas.
Die drei langhaarigen Französischen Vorstehhunde, Picard und Bleu Picard und besonders der Francais, wirken sehr attraktiv und elegant. Der Epagneul Francais erreicht eine Schulterhöhe von 55-61 cm, bei 2+/- cm Toleranz und ein Gewicht von ca. 28-32 kg. Sein Aussehen ist, weißer Grund mit kastanienbraunen bis dunkel-leberbraunen Platten, mit nicht zu vielen Sprenkeln, besticht er dadurch seine Eleganz.
Das Haarkleid ist mittellang, Kraushaar an den Behängen erlaubt, sonst weiches flaches leicht gewelltes Haar. Wellen nur bei den Fransen der Behänge, Gliedmaßen, Hals, Brust und Rute. Die Rute ist stets weiß und wird leicht s-förmig getragen und muss ausreichend behaart sein (schöne Fahne). Die Rute wird nicht kupiert.
Sein allgemeines Erscheinungsbild: stolz getragener kräftiger Kopf, mit den rassetypischen Mittelscheitel, leicht gesprenkelter Fang. Tiefe Brust und erst nach Jahren, dunkelbernsteinfarbige Augen (mit ihren immer freundlichen Blick). Besonders seine Gangart ist sehr schön und bemerkenswert, eine Augenweide.

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Der Epagneul Francais kommt bei der Ausbildung ohne jeder Strenge aus. Alles im allem, ein hervorragender, ausgeglichener, passionierter, sehr arbeitsfreudiger, führerbezogener und wesensfester Jagdhund. Ein Hund der unter der Flinte jagen kann und immer mit dem Führer in Kontakt bleibt. Sehr angenehm und wachsam, ist auch ein braver sozialer Familienhund und ist äußerst kinderfreundlich. Neben der Verwendung als Vollgebrauchshund und Allrounder, kann der Francais für Sport- Rettungs- und Sucharbeit ausgebildet werden.

Die Härte ist gut gegen äußere Einwirkung ausgeprägt. Er ist zuverlässig auf Schweiß, ruhig bei der Suche, sehr gute Nasenleistung, geht gerne trotz Kälte und Nässe ins Dickicht und ist hervorragend im Wasser. Das Vor - Durchstehen bei der Suche und Buschieren bleibt er immer im engen Kontakt zum Führer. Eine angeborene Eigenschaft. Der Apportiertrieb ist ihm angeboren.
Ein Fernaufklärer wie bei anderen Rassen gibt es beim Francais nicht, (was tut er oder was steht er vor ?).
Er ist naturgemäß im Mutterland Frankreich sehr stark verbreitet. Man findet ihn auch in Holland, Belgien, Schweiz, Luxenburg, Kanada, USA, Jugoslawien, Schweden, Italien, Algerien, Deutschland und in Österreich seit 1996 öfters an. Ein sozialer Partner für alle Fälle. Ein Vollgebrauchshunde gerade für Sie mit AP, FWP, SP, BTR, VGP usw. für den geschulten Hundeführer bestens geeignet. Sein Formwert ist fast immer V1.

Epagneul Picard, EPI
FCI-Nr. 108, Gruppe VII, seit 1992 in Österreich

picard1 picard2   3 Leila und Hesta

Zu meiner Zucht gehört auch der langhaarige "Epagneul Picard", der erste Hund der in Österreich jemals beim ÖKV eingetragen wurde. Wie die Rassegeschwister der Epagneul Francais und der Epagneul Bleu Picard hat der " Epagneul Picard" fasst die gleiche geschichtliche Darstellung und Entwicklung durchgemacht. Seine Heimat hat er in den Departements Aisne, Oise und Somme. Die Landschaft in Frankreich nördlich von Paris, in der Picardie ist vielfältig gegliedert, in goldgelben Getreidefeldern, Sonnenblumen und Rübenäcker, Mischwälder, eingeschnittene Flussläufe, Gewässer, Sümpfe und ansteigende Hügel, so weit das Auge reicht. In dieser Gegend fühlen sich auch der Francais und der Bleu Picard beheimatet.

Gegen Ende des 18.Jh. ging diese edle Rasse etwas zurück. Gegen Ende des 19.Jh. hatte M. Rattel durch seine selektive Zucht dafür gesorgt, dass sich der Picard, mit vorzüglichen Qualitäten sich wieder vermehrte und uns als Urahne und als Stammvater der langhaarigen "Epagneul Picard" der Französischen Vorstehhunde erhalten geblieben ist. Die letzten 60 Jahren brachten den "EPPI" den entgültigen Durchbruch.
Der Picard ist der größte und kräftigste unter den franz. Langhaarrassen.
Seine Größe erreicht er bei 55-62 cm +/- 2 cm Toleranz. Sein Gewicht schwankt zwischen 28-34 kg. Das Haarkleid ist auch mittellang, dicht, mit Unterwolle, Behänge mit Kraushaar und Wellen, Fransen an den Gliedmassen, Hals Brust und Rute (schöne Fahne). Die Rute soll s-förmig sein und das Rutenende soll weiß sein, somit man ihn bei der Arbeit besser sehen kann. (Rutenspiel). Rute wird nicht kupiert.
Farbe: dunkelbraun (rötlich braun) mit grauen oder gesprenkelten Platten am ganzen Körper.
Lohfarbene Abzeichen an den Augenbrauen, am Fang und an den Läufen ergänzen das sehr schöne dreifärbige Aussehen. Meistens auch einen rassetypischen weißen Stirnfleck. Zu viel grauschimmel oder weiß wird nicht gerne gesehen.
Der Epagneul Picard ist sehr umgänglich, leichtführig, anhänglich und führerbezogen. Das Apportieren ist ihm angeboren. Seine Ruhe und die Zuverlässigkeit auf Schweiß, beim Nachsuchen, die enorme Wasserpassion, die ruhige kurze Suche unter der Flinte, die sprichwörtliche Führigkeit und die feine Nase machen diesen Hund zum gefragten passionierten Allrounder und Vollgebrauchshund. Sein Vorwert ist fast immer V1. Ein Vollgebrauchshund - Prüfungen sind gleich wie beim Epagneul Francais.

picard3 picard4 4 Leila mit 2 Sauen

Ein robuster, arbeitsfreudiger und intelligenter Hund, der stundenlang alles absucht, bombig vorsteht und scheinbar die letzten Verstecke des Wasserwildes oder Wildes findet. Der Picard verfügt über eine natürliche Härte. Ein Hund, der auch für die Familie u. Kinder bestens geeignet ist. Ein sozialer Partner Mensch - Hund und ein wachsamer Zeitgenosse. Natürlich ist der Epagneul Picard in Frankreich stark vertreten. Man trifft ihn in Belgien, Schweiz, Schweden, Tschechien, Kanada, Deutschland und seit 1992 in Österreich vermehrt an.

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