V.B.B.F.L.Ö

Verein für französische Vorstehhunde Österreich - St. Hubertushunde

Epagneul Pont de Audemer
FCI-Nr. 114 Gruppe VII

audem1 audem2 Pont de Audemer

Ein langhaariger Französischer Vorstehhund, Epagneul Pont de Audemer, mit hervorragenden Wasserqualitäten. Die ersten Exemplare gab es schon im 19. Jh. in Frankreich. Eine Kreuzung zwischen den uralten Epagneul Francais und Irish Water Spaniel. 1886 begann man mit der Reinzucht. Die Rasse entwickelte sich sehr schnell und breitete sich in der Normandie mit dem Zentrum der Stadt Audemer in Nordfrankreich aus. Er ist ein untersetzter, kräftiger, mit einer Färbung, kastanienbraun oder braungrau, gekräuseltes Fell, weich und dicht, für Wasser und niedrigen Temperaturen. Seine Nase ist sehr empfindlich. Charakteristische Merkmal ist die Haartolle-Haarbüschel am Scheitel des Kopfes, gekräuseltes Haar am ganzen Körper, verleiht ihm ein lustiges Aussehen. Die Rute wird nicht mehr gekürzt. Schulterhöhe beträgt 52-58 cm. Seine Verbreitung ist Frankreich und Deutschland. Er gilt als sehr widerstandsfähiger, ausdauernder, unermüdlicher Stöber- und Apportier- bzw. Vollgebrauchshund der in der Familie - Kinder geliebt wird. Ein idealer Hund für Sumpf, Wasser, Dichtungen, Wald und Schweiß, hat eine gesunde Härte, einen ausgeprägten Spur- und Fährtensinn, ist führerbezogen und angenehm sicher bei der Wasserarbeit.

Epagneul du Larzac
Keine FCI-Registrierung und kein Mitglied im "V.B.B.FL.Ö"

Der langhaarige, du Larzac, der von alten Epagneul Francais Schlages sein soll, hat eine Schulterhöhe von 54 cm. Wird nicht kupiert. Farbe weiß oder grau mit rötlichbraunen Platten und Sprenkelungen oder braunschimmel.
Zu Hause in Südfrankreich, Rhone, Bezies, Reg. Aveyron, findet er Verwendung bei Niederwildjagden, bei härtesten Arbeitsbedingungen, heißen und trockenem Klima. Ein idealer Vorstehhund mit Familienfreundlichkeit und Verlässlichkeit. Nur in Frankreich geführt und vorhanden. Vor dem Aussterben bewahrt, gibt es ihn erneut häufiger.

Epagneul St. Usuge
noch keine FCI - Anerkennung (Ansuchen läuft)

kein Mitglied im V.B.B.FL.Ö. jedoch im deutschen VBBFL e.V. und in Frankreich vertreten.

usuge1 Usuge

Mit Abstand der kleinste langhaarige Französische Vorstehhund, der Epagneul St.Usuge mit einer Größe von 41-54 cm, dieser ist noch kleiner als der Bretone. Seine Heimat ist die französische Jura, Kreis Mühlhausen, Lyon-Paris, im Süden der Rhone und im Osten der Schweiz. Ihn gibt es schon bereits Jahrhunderte. Farbe; braun mit grauen Flecken oder Braunschimmel. Der St. Usuge hat ein äußerst freundliches Wesen, extrem leichtführig, temperament-voll, flink, arbeitet gut im Feld und Wald, am liebsten im Wasser, Sumpf und Dickicht. Ein vielseitiger einsetzbarer Jagd-gebrauchs-hund und ein fröhliches Familienmitglied.

Die Rute wird nicht kupiert. Verbreitung: Frankreich, USA, Kanada, Schweiz. Deutschland, (und Österreich, seit 2002).
Diese Rasse ist assoziiert im deutschen " VBBFL e.V." und in Frankreich anerkannt.

Epagneul Breton
FCI-Nr. 95 Gruppe VII

Vom V.B.B.FL.Ö. nicht betreut, eigener Verein in Österreich

breton1 Bretone BretoneX

 Kurz vorgestellt, ist der Breton ein langhaariger kleiner Französischer Vorstehhund (bretonischer) mit einer Schulterhöhe von 50-52 cm. Kommt auch ohne Rute auf die Welt, ansonst wird die Rute auf 10 cm kupiert. Seine Heimat ist im Zentrum der Bretagne. Der Epagneul Breton lässt sich bis in die Zeit 200 v. Chr. zurückverfolgen. Er lässt sich auch über das Mittelalter "als so genannten Vogelhund (wie jene des Epagneulschlages) verfolgen. Jagdpassion ist rasant, robust, zuverlässig, bestens verlorensuchend, für Wasser gut geeignet. Bestechende Nasenleistung und Finderwillen, absoluter Vor-und Durchsteher, guten Stil und feine Manieren in der Feldarbeit, guter Apportierer, jedoch Schwierigkeiten bei größeren Wild. Farben; 80% orange-rot-weiß oder dreifärbig, Schimmelung mit einer dieser Farben.

Sanftes ausgeglichenes Wesen, leichtführig, ein hervorragender kleiner Jagdgebrauchshund der auch in der Familie sehr begehrt wird. Ein Hund auch für die Wohnung. Der Breton ist der häufigst vorkommende Französische Vorstehhund auf der Welt.

Braque du Bourbonnais
FCI-Nr. 179 Gruppe VII

Braque du Bouronaise Braque du Borbonaise1 bourbon1

Dieser relativ kleine, kräftigere kurzhaarige Französische Vorstehhund, du Bourbonnais mit einer Schulterhöhe von 50-57 cm, gibt es in zwei Farben; graumeliert und hellbraunmeliert. Eine jagdlich sehr gute Rasse mit hoher Nase, ausdauernder flotten Suche, großer Apportierfreudigkeit und voller Jagdpassion mit bomben-festen Vorstehen. Sanftes freundliches Wesen, auch ein guter Familienhund.

Die Stummelrute ist angeboren, jedoch ein seltener Vertreter.
Der Ursprung des Bourbonnais liegt schon im 16.Jh. In Frankreich am Hofe des Königs geführt, und jetzt in nur Frankreich und Deutschland.

Braque de' l'Ariége
FCI-Nr. 177 Gruppe VII

lariege1 larieg1

Die Entstehung dieses kurzhaarigen kräftigen, bis ca. 30 kg schweren Französischen Vorstehhundes, d' Ariege (Braque Ariegeois) ist nicht genau bestimmt. Er stammt letztlich aus der Einkreuzung des Braque Francais mit Braque St. Germain und ist der heutige Typ. Er könnte auch von den weißen Hunden des Königs, oder mit Bleus des Gascogne und den nicht mehr vorhandenen früheren Braque de Toulouse abstammen. 1860 wurde der Ariege in Frankreich anerkannt, 1870 begann die gezielte Zucht der Rasse. Seine Heimat hat er in der Gegend von "Ariege" . Ein Pointer, früher eingekreuzt verleiht ihm ein pointermässiges Aussehen und Charakter. Er ist starrsinnig, braucht Geduld, löst sich vom Führer, besitzt eine große Jagdpassion, ist sehr ausdauernd, hervorragend bei Apportierarbeiten. Unempfindlich bei Wettereinflüssen, auch ein Jagdhund im Gebirge geeignet. Er ist ein guter Vollgebrauchshund und Familienhund. Größe ist: 60-67 cm. Gewicht bis 30 kg. Rute wird nicht kupiert. Farben sind orange oder hellbraune Platten oder Tüpfel auf weißen Grund. Er wird zur Zeit nur in Frankreich geführt.

Braque St. Germain
FCI-Nr. 115 Gruppe VII

St Germain  

Der kurzhaarige Saint = St.Germain, früher auch Braque Compiegne genannt, entstand um 1830, aus weiß-orangen Pointern und wunderschönen Braque Francais. Ein mittelgroßer Französischer Vorstehhund von 50-62 cm. Baron de Larminant, Insp. des Waldes von Compiegne (F) begann mit der Zucht. Der St.Germain ist ein eleganter, sehr Führer-bezogener, temperamentvoller, aber auch etwas sensibler, leicht führiger, vielseitiger, eleganter zuverlässlicher Jagdbegleiter und Voll-gebrauchshund und freundlicher Familienhund. Lässt sich gut ausbilden, besonders zuverlässiges vorstehen und apportieren, ruhig und hetzt den Wild nicht nach. Als Wachhund nicht geeignet, er verhält sich ruhig zu Hause. Die Rute wird nie kupiert. Die Farbe ist weiß mit orangen Platten. Verbreitung besteht in Frankreich und Deutschland.

Braque Dupuy (scheinbar ausgestorben)
FCI-Nr. 178 Gruppe VII

Eine weitere seltene kurzhaarige Französische Vorstehhunderasse, der Dupuy, mit einer Schulterhöhe bis 68 cm, weiß mit dunkelbraunen Platten oder Sprenkeln gefärbt, und gilt mittlerweile als ausgestorben !

Der letzte Hund dieser Rasse wurde offiziell 1991 in Brünn (IHA) gesehen. Angenommen wird, dass in Europa es diese alte Rasse noch gibt. Kynologen behaupten im 19.Jh. es sei eine Kreuzung zwischen der uralten Braque Francaisrasse und Whippet. Paul Megin bestätigt 1860 in seinem Buch, dass der Dupuy neben dem Braque Francais die älteste und größte Form des französischen Kurzhaar sei. Der Dupuy ist elegant und leicht gebaut, kurz bis glatthaarig, gute Schnelligkeit und eignet sich sehr gut für die weite Feldarbeit, steht bombenfest vor, verfügt über eine vorzügliche Nase und eine angeborene Apportierfreudigkeit. Seine Größe erreicht er mit 66-68 cm. Alles im allen, ein guter Vollgebrauchshund und Familienhund. Die Rute wird nicht kupiert. Sein Vorkommen ist derzeit unbekannt, früher in Frankreich.

Griffon Boulet (scheinbar ausgestorben)
FCI-Nr. 174, Gruppe VII

boulet1

Der Griffon ist auch unter dem Namen "Boulet", nach dem gleichnamigen Kaufmann und Züchter bekannt. 1872 hat dieser mit der Zucht des rauhaarigen, harschen, wie Sauborsten die sich wie feiner Draht anfühlen, (mit sichtbaren Schnurbart und Augenbrauen) = Griffon Boulet = Griffon a poil laimeux, der zu den Franz. Vorstehhunden zählt begonnen und ihn entgültig Griffon Boulet genannt. Wahrscheinlich stammt er aus der Kreuzung von Jagdhunden und rauhaarigen Schäferhunden. Oder vom alten Pudel gekreuzt mit einem Hirtenhund = Griffon, wird auch behauptet. Ende des 19 Jh. züchtete E.K. Korthals eine Rasse die er fortpflanzte als Griffon Korthals. Der Griffon Boulet ist vermutlich in den letzten Jahren auch ausgestorben. Man hofft, dass einige Exemplare in Russland erhalten sind. Er hat einen schön anzusehenden wellenförmigen Gang, guten Charakter, als Arbeitstier bekannt. Neben dem Vorstehen, Verlässlichkeit im Wald, Wasser, Feld und seiner Leichtführigkeit, unerschrocken, lautjagend, spurfest, feinnasigen Arbeit, jedes Wild im Gelände zu apportieren usw., ist er ein äußerst brauchbarer Jagdgeselle und ein Familienfreund. Seine Größe beträgt 50-60 cm. Farbe; blaugrau, grau mit braunen Platten, einfärbig braun mit grauen Haar gestichelt. Kupiert oder nicht, bleibt offen. Frühere Vorkommen: Frankreich, Italien, noch in Rußland.  Frankreichs Präsident Carnot Sodi, besaß einst eine Jacke vom Griffon Boulet und trug diese auch.