V.B.B.F.L.Ö

Verein für französische Vorstehhunde Österreich - St. Hubertushunde

Epagneul Blue Picard
FCI -Nr. 106, Gruppe VII, seit 1996 in Österreich

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Der Epagneul Francais und der Epagneul Picard wurde schon vorgestellt. Wie auch die v.a. Rassegeschwister ist der "Epagneul Bleu Picard", der auch seine Heimat in der Picardie in Nordfrankreich hat und die ähnliche kynologische Vorgeschichte und Darstellung aufweisen kann, wird da durch hier nur mehr kurz vorgestellt.

Entstanden ist der Bleu d' Picard aus einer Farbmutation des Epagneul Picard. Es fehlen ihm die lohfarbenen Abzeichen.
König Ludwig XII bedankte sich in einem Brief (Conte de Paris) für zwei Bleu Picard, für die bestechenden jagdlichen Fähigkeiten und eifrigen Jagdhelfer. Der Bleu Picard in einem gesagt, hat fast die gleichen Eigenschaften wie die, der Picard und Francais, vielleicht etwas schärfer und verteidigt mehr sein Territorium. In der Familie wird er sehr gerne gehalten und ist kinderfreundlich. Seine Größe: 55-60 cm mit einer Toleranzgrenze von +/- 2 cm. Fellfarbe: Schwarz-grau mit bläulich glänzenden Flecken und schwarz-grau-meliert. Rostbraune Abzeichen am Kopf und an den Läufen sind erlaubt. Die Rute wird natürlich nicht kupiert und soll s-förmig getragen werden. Sein Haarkleid ist mittellanghaarig mit Fransen, schöner Fahne usw.
Er zeichnet sich durch einen äußerst guten Charakter aus, aber gegebenenfalls kann er mehr Härte aufweisen und ist als sehr guter Vollgebrauchshund in allen Bereichen für beste Arbeit zu haben.

Braque Auvergne, BRAU
FCI-Nr. 180, Gruppe VII, seit 1996 in Österreich

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Der kurzhaarige französische Vorstehhund "Braque d' Auvergne" wurde in Österreich erstmals 1996 eingeführt. Er hat seinen Ursprung in der Auvergne und hat auch seine Namensgebung vor 300 Jahren dort erhalten. Die Gebirgszüge umschließen das große Pariser Becken in Zentralfrankreich, Zentrum ist die Stadt Clermont - Ferrand im unvergesslichen schönen Vulkanland. Dieser Hund ist für diese Gegend eine angepasste kurzhaarige Vorstehhunderasse. Nach einigen Quellen wurde dieser Hund im Mittelalter 600 - 1400 n.Chr. in die Auvergne gebracht. Sagenumwoben ist seine Herkunft. Eine Sekte soll erstmals diese Rasse nach Auvergne gebracht haben. Andere Quellen sagen, er käme von der Insel Malta um, 1798 von Johanniterritterorden / Malteserorden nach Frankreich, als Malta sich Napoleon ergab.

Auf jeden Fall ist er ein vielseitig einsetzbarer französischer kurzhaariger Vorstehhund mit einen ausgezeichneten Geruchsinn, robust, sehr ausdauernd, kräftig, schneidig, und gut vorstehend. Er ist ruhig unter der Flinte jagender, eher frühreif, mit sehr gesundem Jagdverstand, mit angewölfter Apportier - Bringfreudigkeit, kurz ein bestens ausgestatteter Vollgebrauchshund. Er soll kein Fremdblut tragen. Vielleicht etwas sensibel, mit grober Härte dürfte man Probleme bekommen. Ein anhänglicher freundlicher Begleiter, braucht ausreichend Beschäftigung und ist für die Familie problemlos.
Die Größe wird mit 59-70 cm angegeben. Seine Farbe ist weiß mit schwarzen Tupfen, Sprenkeln und Platten, grau-schimmel mit schwarzen Platten; Kopf in schwarz mit weißer Blesse oder durchgehenden Strich. Bei diesen Kurzhaar wird die Rute kupiert, letztlich nicht mehr.
Man findet diese edle Rasse neben Frankreich, auch in Holland, Schweiz, Italien, Afrika, USA, Deutschland und schließlich auch seit 1996 in Österreich.

Braque Francais, BRFR
FCI-Nr. 133 und 134, Gruppe VII, seit 2002 in Österreich

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Der Braque Francais gilt als der Stammvater aller heutigen kurzhaarigen Vorstehhunderassen.
Der kleinere und schnellere Braque Francais Type Pyrenees (P), mit der FCI-Nr. 134, ist seit 2002 in Österreich. Der größere und schwerere Schlag, der Braque Francais Type Gascogne (G) ist nicht in Österreich vertreten. Beide Rassen unterscheiden sich lediglich in der Größe und Gewicht. Die Herkunft geht zurück in das Mittelalter 600-1400 n.Chr., (wahrscheinlich noch früher) wo der Hund für die Jagd mit den Falken und für die Netzjagd verwendet wurde.
1683 beschrieb der Autor Espee de Selicout erstmals sehr genau die Braque Francais. 1850 begann sich die französische Hundekynologie zu organisieren und gaben den sehr gefragten Hunden den Namen. Aus den schweren langsamen Vorstehhunden im Südwesten Frankreichs, hat man ca. 1830 die beiden Schläge (G) und (P) herausgezüchtet. Die Wiege beider Rassen liegt wahrscheinlich in der weiten Ebene von der Garonne bis zu den Pyrenäen.
Beide Rassen haben eine ausgezeichneten Fährten- und Spürsinn, stehen sicher und fest vor, haben einen guten Charakter, eine sehr gute Bringfreude und eine ebenso bestechende Jagdpassion. Die Apportierfreude ist ihnen angeboren. Vor und nach dem Schuss gut einsetzbar, sind leichtführig, lernbegierig, führerbezogen, widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, ausdauernd, anpassungsfähige freundliche Vollgebrauchshunde. In der Familie ist er auch gerne gesehen. Ein vortrefflicher Helfer im Wald, Feld, Wasser, Dickicht und auch im Gebirge.
Die Größe beim Gascogne (G) wird mit einer Höhe von 56-69 cm und beim kleineren Pyrenee (P) wird mit einer Höhe von 47-56 cm angegeben.
Die Farbe ist: weiß mit braunen Platten, weiß mit brauner Schimmelung oder mit Platten, oder einfärbig braun. Die Rute der beiden kurzhaarigen Rassen, wurde um ein Drittel kupiert.
In Frankreich ist die Verbreitung groß. Es gibt einige Hunde in der Schweiz, Spanien, Italien, Kanada, Deutschland und seit 2002 auch in Österreich.

Barbet,BARB
FCI-Nr. 105 Gruppe VIII, seit 2000 in Österreich

Der Barbet, der erste rauhaarige Vertreter der Französischen Wasserhunde, ist seit dem Jahre 2000 in Österreich.
Viele Thesen und Spekulationen über seine Herkunft, sind nicht genau geklärt. Er soll mit den Mauren nach Spanien gekommen oder mit portugiesischen Seefahrern aus Russland oder nordischen Ländern mitgebracht worden sein. 1683 schreibt Selicourt schon über den Barbet, ist diese Rasse schon mindestens einige Jahrhunderte überall in Europa verbreitet war. Im 19. Jh. noch überall in Europa verbreitet, gegen Mitte des 20. Jh. lies das Interesse in Frankreich nach, er wäre fast vergessen worden. 1970 erweckte die Rasse wieder mehr Beliebtheit. Züchter die sich in einen Verein zusammen geschlossen haben, haben den Barbet wieder einen neuen Aufschwung gegeben. Auf jeden Fall fließt sein Blut in den Adern vom DD., PP., Korthals-Griffon und Irish Water Spaniel. Er selbst hat kein Fremdblut in sich.
Die Größe beider Geschlechter liegt bei 49-58 cm, mit sehr vielen Farbschlägen, wie schwarz, braun, grau, cremefarben weiß gemischt untereinander. Die Rute wird nicht kupiert. Sein dichtes etwas drahtiges, rauhaariges, mit dichter Unterwolle versehenen Haarkleid, schützt ihn vor Kälte und Nässe. Das Fell bedarf einer guten Pflege (Verfilzung) usw., 1 mal jährlich ein Schnitt ist sicher angebracht.
Der Barbet besitzt eine große jagdliche Passion, besonders im Wasser, Schilf, ein absoluter Verlorenbringer, wo immer er auch arbeitet, stöbert und apportiert, zuverlässlich auch im Wald, Feld und aus tiefen Wasser, auch unter schwierigsten Bedingungen. Beim Nachsuchen und bei der Schweißarbeit ist er gut einsetzbar. Ein absoluter Entenspezialist in Frankreich.
Ist ständig lernbereit und hat eine besondere Charaktereigenschaft. Er ist auch ein angenehmer, gelehriger, aufmerksamer Familienhund und Kinderfreundlich. An Härte und Schärfe steht er als Vollgebrauchsjagdhund keiner anderen Rasse nach.
Seine Heimat ist Frankreich, wo er wieder stark im kommen ist. Man sieht ihn auch in Spanien, Schweiz, Polen, Portugal, Deutschland und nunmehr auch in Österreich seit 2000, bestens jagdlich geführt.

barbe1 barbe2  10 Derflinger